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Dienstag, 16. August 2016
wir sind dann mal (kurz) weg ...
gauklerjahr, 13:44h

doch zuvor noch ein kurzer, aktueller Lagebericht - denn es ist ja Monsun, Nebensaison hier, sozusagen, was uns auch einige ungewollte RegenRuhetage verschaffte - hier in Dharamsala - es ist halt nicht alles Sonnenschein hier in Indien :o)
Aber diese Nebensaison hat auch ihren Vorteil, denn dadurch konnte M noch relativ kurzfristig einen Platz im hiesigen Meditationszentrum ergattern. Ein Einführungskurs in den Buddhismus. All inclusiv mit Schweigen, Meditation und buddhistischer Philosophie für insgesamt 16 Tagen. Ach ja, und dann ist da ja auch noch diese Abschlussarbeit... :o)
Und Madame C? Ja, die begab sich schon am 13.8. auf eine abenteuerliche Bus-Nacht-Fahrt nach Rishikesh, in eine etwas sonnigere Region, wo sie nun bereits mitten in ihrer 4-Wochen-GrundAusbildung zur Yoga-Lehrerin steckt.
Fazit: Die kommenden vier Wochen wird es also größten Teils Still um uns sein... deshalb hier noch herzliche Grüße an euch alle - C & M
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Montag, 15. August 2016
HH the Dalai Lama und die Tibeter in Indien
gauklerjahr, 17:03h
Von Amritsar fuhren wir mit einem öffentlichen Bus nach Pathankot. Dort machen wir eine Nacht Zwischenstop, so dass die Reise nicht allzu strapaziös wird. Am nächsten Morgens fahren wir mit dem nächsten Bus ins Gebirge nach Dharamsala. Wegen des Monuns dauert die Fahrt eineinhalb Stunden länger. Wir stecken auf einer Brücke eine Stunde fest. Das Wasser rast unter uns vorbei. Die Autos müssen durch den Wasserschlamm fahren.

Dharamsala/McLeod-Ganj: M. erkennt diesen Ort nicht wieder. Während hier vor 12 Jahren Stille herschte, ist es nun zu einem indischen Touristenstädtchen geworden. So vermischen sich junge indische Männer, die hier Party machen wollen, Mönche, die beim Dalai Lama lernen und Ausländer, die die Ruhe suchen, meditieren und die Atmosphäre der Tibeter kennenlernen wollen, die seit den fünfziger Jahren in Folge der "Kulturellen Revolution" Chinas nach Indien fliehen mussten. Es ist eine sehr traurige Geschichte.
Das Museum in McLeod-Ganj zeigt die Geschichte der tibetanischen Bevölkerung nach Besatzung Tibets und Ermordung von 1,5 Millionen Tibeter durch das chinesische Militär. Es geschehen Greueltaten, die bis heute andauern. Als Reaktion zünden sich bis heute Tibeter am lebendigen Körper in China an. Ein zwanzig Jähriger an M. Geburtstag diesen Jahres, und es folgen ihm noch mehr. "Es ist besser zu sterben, als die Unterdrückung unseres Volkes ertragen zu müssen."
Das Haus von Dalai Lama sieht sehr bescheiden aus, genauso wie der buddhistische Tempel nebenan.


Stadtrundgang und Kauf eines tibetischen Hemdes bei einer sehr netten Tibeterin. Ihre Kollegin möchte unbedingt ein Foto von uns machen. Sie verdeckt vorher noch ein Foto von His Holiness Dalai Lama und sagt anschließend: "For my Family in Tibet". So sind wir zumindest per Foto nach Tibet gereist.


Nach zwei Nächten im tibetanischen Gasthaus,

wo vor dem Haupttor viele Tibeter und Inder auch auf die Sprechstunde bei einem tibetischen Arzt warten, fahren wir mit dem Taxi nach Dharamkot. Hier ist es sehr viel ruhiger und es gibt viele gemütliche Häuschen und Gasthäuser.
Von Dharamkot aus boten sich dann vielfältige Möglichkeiten die Natur am Himalaya-Fuß zu erkunden - von Touren zu einem Gletscher bis hin zu kleinen Pfaden zu Wasserfällen ... da wir uns den Gletscher noch aufheben wollten, tranken wir bei der Hill-Station nur einen Chai und schlugen dann den verwunschenen Weg zum Wasserfall ein ...

... der insgesamt dann doch auch zwei Stunden dauerte, über Stock und Stein, am Ende sogar Schuhlos wegen des Wassers auf dem Weg (oder war das Wasser der Weg/ ein Wasserweg...), aber immerhin hatten wir Begleitung von einem Wasserrohr, das den ganzen Weg über neben uns lief und uns hier und da ein wenig als Geländer diente ...

... doch an Ende belohnte uns in indischer Abgeschiedenheit ein eindrucksvolles Getöse mit fallendem Wasser, wilden Ziegen im Gebirg und einem leckeren Omelett am "Wasserfall-Cafe" :o)


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Dharamsala/McLeod-Ganj: M. erkennt diesen Ort nicht wieder. Während hier vor 12 Jahren Stille herschte, ist es nun zu einem indischen Touristenstädtchen geworden. So vermischen sich junge indische Männer, die hier Party machen wollen, Mönche, die beim Dalai Lama lernen und Ausländer, die die Ruhe suchen, meditieren und die Atmosphäre der Tibeter kennenlernen wollen, die seit den fünfziger Jahren in Folge der "Kulturellen Revolution" Chinas nach Indien fliehen mussten. Es ist eine sehr traurige Geschichte.
Das Museum in McLeod-Ganj zeigt die Geschichte der tibetanischen Bevölkerung nach Besatzung Tibets und Ermordung von 1,5 Millionen Tibeter durch das chinesische Militär. Es geschehen Greueltaten, die bis heute andauern. Als Reaktion zünden sich bis heute Tibeter am lebendigen Körper in China an. Ein zwanzig Jähriger an M. Geburtstag diesen Jahres, und es folgen ihm noch mehr. "Es ist besser zu sterben, als die Unterdrückung unseres Volkes ertragen zu müssen."
Das Haus von Dalai Lama sieht sehr bescheiden aus, genauso wie der buddhistische Tempel nebenan.


Stadtrundgang und Kauf eines tibetischen Hemdes bei einer sehr netten Tibeterin. Ihre Kollegin möchte unbedingt ein Foto von uns machen. Sie verdeckt vorher noch ein Foto von His Holiness Dalai Lama und sagt anschließend: "For my Family in Tibet". So sind wir zumindest per Foto nach Tibet gereist.


Nach zwei Nächten im tibetanischen Gasthaus,

wo vor dem Haupttor viele Tibeter und Inder auch auf die Sprechstunde bei einem tibetischen Arzt warten, fahren wir mit dem Taxi nach Dharamkot. Hier ist es sehr viel ruhiger und es gibt viele gemütliche Häuschen und Gasthäuser.
Von Dharamkot aus boten sich dann vielfältige Möglichkeiten die Natur am Himalaya-Fuß zu erkunden - von Touren zu einem Gletscher bis hin zu kleinen Pfaden zu Wasserfällen ... da wir uns den Gletscher noch aufheben wollten, tranken wir bei der Hill-Station nur einen Chai und schlugen dann den verwunschenen Weg zum Wasserfall ein ...

... der insgesamt dann doch auch zwei Stunden dauerte, über Stock und Stein, am Ende sogar Schuhlos wegen des Wassers auf dem Weg (oder war das Wasser der Weg/ ein Wasserweg...), aber immerhin hatten wir Begleitung von einem Wasserrohr, das den ganzen Weg über neben uns lief und uns hier und da ein wenig als Geländer diente ...

... doch an Ende belohnte uns in indischer Abgeschiedenheit ein eindrucksvolles Getöse mit fallendem Wasser, wilden Ziegen im Gebirg und einem leckeren Omelett am "Wasserfall-Cafe" :o)


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Sonntag, 14. August 2016
Plastik II ... oder Indien als Vorreiter?
gauklerjahr, 17:21h
In der Tat gibt es sogar in Indien eine bemerkenswerte Wandlung: Laut Gesetz wurden hier Plastiktüten verboten, weshalb man seine Einkäufe hier nur in eigenartigen Stoffbeuteln bekommt, die sich so anfühlen, als seien sie biologisch abbaubar...und hier in Mcloed Ganj kann man versuchen Plastikflaschenmüll zu vermeiden, wenn man seine eigene an speziellen Auffüllstationen wieder auffüllen lässt...
Allerdings steht dem das allgemeine Müllverhalten der indischen Bevölkerung gegenüber, die alle anderen Arten von Müll (Plastik, Plastik und ggf nochmals AluPlastikBeschichtungen ...) überall fallen lassen, so dass es sich vom Monsun umspült in Bächen, Wasserfällen und Waldhängen sammelt ... solange die Erwachsenen hier ihren Kinder weiter munter vorleben, was sie gelernt haben, helfen Gesetze wohl nur bedingt.
Allerdings steht dem das allgemeine Müllverhalten der indischen Bevölkerung gegenüber, die alle anderen Arten von Müll (Plastik, Plastik und ggf nochmals AluPlastikBeschichtungen ...) überall fallen lassen, so dass es sich vom Monsun umspült in Bächen, Wasserfällen und Waldhängen sammelt ... solange die Erwachsenen hier ihren Kinder weiter munter vorleben, was sie gelernt haben, helfen Gesetze wohl nur bedingt.
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Alltagsprobleme
gauklerjahr, 13:52h
Gerade auf Reisen ist der Clown in mir sehr neugierig, aufmerksam ... beobachtet und freut sich vor allem an Gegensätzen die vor seiner Nase passieren..
Doch Alltagsprobleme, die jedem bekannt sind, zu entdecken ist dabei eine besondere Freude - in der Pilgerunterkunft von Amritsar gab es einen solchen Moment. Es ging dabei ganz banal ums Zähne putzen - wer mag, darf sich heut beim Zähne putzen mal seiner Phantasie hingeben, was hier wohl alles schief gehen kann, oder was einen ärgern könnte ... :o)
Doch Alltagsprobleme, die jedem bekannt sind, zu entdecken ist dabei eine besondere Freude - in der Pilgerunterkunft von Amritsar gab es einen solchen Moment. Es ging dabei ganz banal ums Zähne putzen - wer mag, darf sich heut beim Zähne putzen mal seiner Phantasie hingeben, was hier wohl alles schief gehen kann, oder was einen ärgern könnte ... :o)
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